Fulda/Weser-Tour
vom 13. bis zum 21. September 2004
(Bericht von Ehrenfried)
Übersichtskarte:

Statistik:
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Datum
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Strecke
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km
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Summe
km
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| 13. Sept. |
Gelnhausen -
Steinau - Gersfeld |
88 |
88 |
| 14. Sept. |
Gersfeld -
Wasserkuppe/Fuldaquelle -
Fulda - Schlitz |
81 |
169 |
| 15. Sept. |
Schlitz - Rotenburg - Melsungen
- Guxhagen |
106 |
275 |
| 16. Sept. |
Guxhagen -
HannoverschMünden
-Bad Karlshafen - Herstellen |
102 |
377 |
| 17. Sept. |
Herstellen - Fürstenberg -
Höxter - Holzminden - Hameln |
92 |
469 |
| 18. Sept. |
Hameln - Rinteln - Bad
Oeynhausen - Porta
Westfalica - Petershagen |
98 |
567 |
| 19. Sept. |
Petershagen - Nienburg - Hoya -
Verden |
109 |
676 |
| 20. Sept. |
Verden - Bremen - Brake |
102 |
778 |
| 21. Sept. |
Brake - Nordenham -
Bremerhaven,
Rückfahrt mit der Bundesbahn |
35 |
813 |
Bericht:
Am 13.
September 2004 starten wir
unsere Herbsttour in der Barbarossastadt Gelnhausen.
Diese Tour fuhr ich (Ehrenfried) mit Bernd aus Darmstadt. Nach einer
Besichtigung des mit prächtigen Fachwerkhäusern
umringten Marktplatz wendeten wir uns noch der Kaiserpfalz zu, die
Kaiser Barbarossa im 12.Jhd. errichten ließ. Bei etwas kaltem
Wetter fuhren wir nun Richtung Steinau mit dem
Gebrüder-Grimm-Museuem. Wie allgemein üblich war das
Museum natürlich am Montag geschlossen. Für ein
Erinnerungsfoto am Märchenbrunnen blieb jedoch genug Zeit
(siehe links). Nach Steinau wurde die Gegend etwas hügelig,
wir näherten uns der Rhön. Am Fuße der
Rhön übernachteten wir in Gersfeld.
Heute, am 14.
September ,
ließen
wir unser
Gepäck im Quartier in Gersfeld und mit viel Elan erklommen wir
den Weg zur Wasserkuppe auf 950mNN. Die Wasserkuppe ist wegen des dort
zuverlässig herrschenden Windes ein beliebtes Quartier
für Segelflieger, die wir bei Ihren Starts beobachteten. Unser
nächstes Ziel, die Stadt Fulda, konnten wir schon von oben
erspähen. Das "Segelflugmuseum Wasserkuppe" informiert
über die Geschichte
des Segelfluges und ist einen Besuch wert. Auf der Wasserkuppe
entspringt die Fulda, ein kleines Prost mit den Wünschen
für eine gute Radtour an der Quelle sehen wir rechts. Dann
ging es weiter bergab, in Gersfeld beluden wir unsere
Fahrräder und weiter ging die Fahrt in Richtung Fulda. Neben
dem gigantischem Dom, der Stiftskirche und der Orangerie ist die
Altstadt mit seinem prachtvollen Rathaus (linkes Bild) einen Rundgang
wert. Nach einem kurzen Picknick ging es dann weiter bis in die
Burgenstadt Schlitz, etwa 3 km abseits vom Radweg. Die
vollständig erhaltene Altstadt mit malerischen
Fachwerkhäusern aus mehreren Jahrhunderten begeistert uns auf
dem abendlichen Spaziergang.
Am
15. September geht es weiter
nach Bad Hersfeld. In der Stiftsruine finden
dort jedes Jahr Festspiele statt.
Wir bewegen uns jetzt auf der "Fachwerkstrasse" durch das Hessenland.
Die Stadt Rotenburg an der Fulda (rechtes Bild) überrascht uns
mit seinen zahlreichen sehr gut erhaltenen und aufwendig renovierten
Fachwerkhäusern. In seiner Schönheit ist Rotenburg
durchaus zu vergleichen mit der viel berühmteren Stadt
Rothenburg ob der Tauber. Bei schönstem Sonnenschein radeln
wir weiter in die Fachwerkstadt Melsungen. Einen Stop muß man
unbedingt auf dem idyllischem Marktplatz mit einem der
schönsten Rathäuser in Hessen (linkes Bild) einlegen.
Nach 102 km fanden wir das heutige Nachtquartier in Guxhagen, ein Ort,
den man nicht gesehen haben muß.
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oben
Am 16. September
fuhren wir vorbei an Kassel (Kassel haben wir nicht besucht, denn
meistens gibt es Probleme, beim
Weg aus einer Großstadt den Anschluß an den Radweg
wieder zu finden) bis z u
unserem ersten Ziel des heutigen Tages: HannoverschMünden. Am
Gedenkstein (links) steht der Spruch: Wo
Werra und Fulda küssen - Sie ihre Namen büssen
müssen. - Und hier entsteht durch diesen Kuss - Deutsch bis
zum Meer der Weser Fluss. Rechts
auf dem Foto ist der Zusammenfluß von Werra und Fulda zu
sehen. Auch in Hann.Münden besichtigen wir in der sehr gut
erhaltenen Altstadt reich verzierte Fachwerkhäuser und das
Massiv gebaute Rathaus mit prachtvollen Barockgiebeln. Vorbei an Bad
Karlshafen, der Hugenottenstadt mit Hugenottenmuseum, geht es noch 10
km weiter bis Herstelle, wo wir unser heutiges Quartier beziehen.
Das Highlight am
17. September war die
Besichtigung der Porzellanmanufaktur in Fürstenber g.
Etwa 150 Höhenmeter über der Weser liegt
das herrschaftliche Schloß mit dem Porzellanmuseum (rechtes
Bild). Von dort hat man auch einen herrlichen Blick über die
Weserlandschaft.
Nach schneller
kurzer Abfahrt erreichen wir Höxter. Auch hier wieder reich
verzierte Fachwerkhäuser. Besonders auffällig ist das
halbkreisförmige Zierelement, welches eine Sonne oder eine
Blume darstellen soll. Diese Verzierung ist typisch für
niederdeutsches Fachwerk
(linkes Bild). Für die Übernachtung fanden wir kurz
vor Hameln ein kleines Hotel, zum Glück, denn in Hameln fand
gerade ein Kongress statt und wir hörten von anderen
Radfahrern, daß die Zimmersuche sehr schwierig war. Auch in
Hameln schmucke Fachwerkhäuser mit reichen Verzierungen
(rechtes Bild).
18.
September: Nach Hameln wird die
Gegend insgesamt etwas flacher. In Rinteln schauen wir mal wieder die
Altstadt mit schmucken Fachwerkhäusern an. In Bad Oeynhausen
finden wir nach einigen Umwegen das Motortechnica-Museum, für
tec hnikbegeisterte
Freaks ist dieser Besuch ein Muss. Dann geht es weiter zur Porta
Westfalica. Dort durchbricht die Weser in einem 800 m breiten
Einschnitt das Weser- und Wiehengebirge. Weithin sichtbar erhebt sich
auf dem Berg das monumentale Kaiser-Wilhelm-Denkmal (Bild links). Wer
will kann vom Denkmal aus einen weiten Blick über das flache
Land geniessen, allerdings müssen dazu mit dem Fahrrad erst
einige Höhenmeter überwunden werden. Für die
Übernachtung fanden wir in Petershagen ein privates Quartier.
19.
September: Von Petershagen ging
es jetzt durch
Nienburg und Hoya bis nach Verden. Städte mit
Fachwerkhäusern hatten wir genug gesehen, hier gab es jetzt
die Ziegelsteinarchitektur. Der Dom zu Verden (siehe linkes Bild) ist
ein typisches Beispiel hierfür. Der Radweg wurde jetzt immer
flacher und der in Norddeutschland typische Wind machte uns manchmal zu
schaffen.
20.
September: Von Verden ging es
heute über Bremen bis nach Brake. Das Wetter hatte sich
dramatisch verschlechtert. In Bremen hatten wir noch Glück
für ein trockenes Foto vor dem Bremer Rolandsbrunnen. Nach
Bremen fuhren wir in nördliche Richtung im Dauerregen mit
Westwind, etwa Windstärke 4 bis 5. Glücklicherweise
nicht von vorn, aber auch seitlicher Regen ist absolut keine Freude. In
Brake war unsere Stimmung auf dem Tiefpunkt und am liebsten
hätten wir unsere Fahrradtour abgebrochen, allzumal der
Wetterbericht wenig Gutes vorhersagte.
21.
September: Es regnet noch immer
bei starkem Westwind. Nach wenigen Kilometern werden wir wieder
naß, seitlich durch Regen, innerlich durch Schwitzen. Die
relativ dichten Regenklamotten lassen auch keine Feuchtigkeit nach
außen. In Bremerhaven wollten wir ursprünglich noch
das Deutsche Schifffahrtsmuseum besichtigen und unser Ziel war
eigentlich Cuxhaven. Aber unsere Tiefstimmung trieb uns zum Bahnhof, wo
wir erfuhren, daß in 14 Minuten ein Zug in Richtung Heimat
fährt. In Windeseile entledigten wir uns der Regenkleidung,
kauften uns Fahrkarten und schnell noch etwas zu Essen. Im Zugabteil
zogen wir uns dann endlich mal wieder trockene Kleidung an. So traten
wir dann den Heimweg zwei Tage früher an als geplant.
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Kartenmaterial:
Wir
sind nach den Karten von Bikeline gefahren, Weser-Radweg und
Fulda-Radweg. Für die erste Strecke von Gelnhausen nach
Gernsheim nach dem Fahrradkartensatz von ALDI, Deutschland Süd.
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