Rad EhrenfriedOder-Neisse 2009
Home
Über uns
Ausrüstung

Unsere Touren
  Weser2004
  Ungarn2005
  Elbe2005
 
Portugal..2006
 Griechen.2006
 Spa/Fra/Schw/2007  Italien2007  Schwarzwald2007  Baltikum 2008
 Oder-Neiße09

Gästebuch 
Links
Sponsoren
Impressum

Von Zittau nach Usedom
insgesamt 926 km und 3324 Höhenmeter.
(Bericht von Ehrenfried)
 


Zur Statistik

Zum Bericht
Kartenmaterial
 


Übersichtskarte:

zurück

Statistik:

 

Tag

Strecke

km

Summe

Durchschnitt

Höhen-

km

km/h

meter

31.08.

Darmstadt - Zittau

17

17

15

-

01.09.

Zittau - Liberec - Neissequelle - Zittau

66

83

16,5

626

02.09.

Zittau - Görlitz - Rothenburg

75

158

16,3

254

03.09.

Rothenburg - Bad Muskau - Bad Briesnig

94

252

17,6

247

04.09.

Bad Briesnig - Guben - Eisenhüttenstadt - Brieskow

92

344

18,3

196

05.09.

Brieskow - Frankfurt - Küstrien - Kienitz

73

417

15,8

262

06.09.

Kienitz - Glietzen - Schwedt - Gartz

93

510

17,1

138

07.09.

Gartz -Penkum - Löcknitz - Pampow

76

586

16,6

457

08.09.

Pampow - Ueckermünde - Anklam

88

674

16,6

156

09.09.

Anklam - Usedom - Anklam

59

733

16,7

223

10.09.

Anklam - Ueckermünde - Pasewalk -Prenzlau

110

843

17,8

261

11.09.

Prenz. - Warnitz - Angermünde - Warn. - Prenzlau

83

926

17,1

504

Summen

926 km

3324 m

zurück

 

Bericht:

Hinweis: Bei einem Klick auf das jeweilige kleine Bild öffnet sich ein neues Fenster/Tab mit dem entsprechendem Bild im Großformat. Zurück zum Bericht durch Schließen des neuen Fensters.

Hinter den unterstrichenen Ortsnamen befindet sich jeweils ein Link zu weiteren Informationen, einfach anklicken.

31.08. Mit dem Zug von Darmstadt nach Zittau: Nach über 8 Stunden Zugfahrt erreichen wir Zittau am späten Abend so gegen 22:30 Uhr. Glücklicherweise haben wir uns ein Zimmer im Hotel "Schwarzer Bär" reserviert, ein preiswertes gutes Hotel. Den Besitzer müssen wir erst aus seinem Schlaf rausklingeln, aber dies hatte er uns schon vorher mitgeteilt.

01.09. Mit dem Zug fahren wir bis nach Liberec in Tschechien. Nach kurzer Stadtbesichtigung, die man auf jeden Fall einplanen sollte (Rathaus im Neorenaisancestil, Jugendstilhäuser), geht es dann weiter mit einem vorsintflutlichen Zug nach Lucany. Von dort mit dem Fahrrad zur Neiße-Quelle, wenig spektakulär, aber man ist da gewesen! Über Kychno, vorbei an Liberec, treffen wir dann abends wieder in Zittau ein. Die Strecke ist etwas hügelig, aber erträglich. Der Radweg in Tschechien ist nicht sehr gut ausgeschildert. Verfahren ist sicher angesagt.

02.09. Manchmal führt der Radweg an der Neiße entlang, vielfach fahren wir durch Felder, abseits der Bundesstraße. Mittags besichtigen wir Görlitz, eine schöne Stadt mit viel Flair und einigen Sehenswürdigkeiten. Nach 75 km erreichen wir Rothenburg, wo wir in einem herabgewirtschafteten Hotel übernachten, mehr gibt es aber nicht. In Rothenburg gibt es einen schönen Marktplatz,  ab 19:00 Uhr sieht man dort keinen Menschen mehr.

03.09. Heute fahren wir einen sehr schönen Radweg durch Birken- oder Kiefernwäldern, gelegentlich auch über das offenen Feld. Der Radweg ist fast durchgehend gut asphaltiert. In Pechern sollte man sich noch die alte Fachwerkkirche ansehen. In Bad Muskau erwandern wir den berühmten Fürst-Pückler-Park, von welchem wir etwas enttäuscht sind. Zwar ein schönes Schloss, sonst aber alte Buchen und Eichen, die man auch an anderer Stelle sehen kann. In Briesnig übernachten wir in einer empfehlenswerten Pension Cafe Weber.

04.09. Heute geht es auf überwiegend schönen Radwegen entlang der Neiße bis zur Mündung der Neiße in die Oder. An der Oder gibt es temporäre Umleitungen. Auf jeden Fall sollte man den Umweg über Neuzelle fahren. Dort befindet sich in der Klosteranlage eine superprächtige Barockkirche, vergleichbar mit der Wieskirche in Bayern. In Brieskow finden wir heute ein Quartier in einer Blockhütte bei Fischer Schneider, sehr angenehm.

05.09. Wegen Regen starten wir heute erst nach 10:00 Uhr, Der Regen ließ jedoch bald nach. In Frankfurt unternahmen wir eine kurze Stadtbesichtigung, Marienkirche und Rathaus sind beeindruckend. Mit viel Rückenwind ging es dann auf einem Dammweg nordwärts. Ab Küstrin schwenkt der Radweg in Richtung Nord-West, dadurch hatten wir den Wind seitlich von vorn. In Kienitz waren alle Quartiere schon belegt. Wir fanden noch einen Unterschlupf in einer verfallenen Datscha, besser als unter freiem Himmel!

06.09. Frühmorgens hatten wir abwechselnd Regen und Nieselregen bei nur 15 grad. Der Radweg führt i.W. auf dem Deich entlang. Im Bereich Stolpe führt jetzt der Radweg direkt an der Oder entlang, abweichend von den Angaben im Radwegführer. Im Bereich Criewen mussten wir über eine Baustelle mit lehmigen Untergrund schieben, die Räder sahen hinterher katastrophal aus. In Schwedt legten wir eine kleine Pause ein und bestaunten einige wirklich sehenswerte Gebäude in der dort üblichen Backsteingotik. Diesen Abstecher sollte man einplanen. In Gartz fanden wir ein Hotel mitten in der Innenstadt. Die Innenstadt bestand allerdings vielfach aus Brachflächen, wohl ehemalige Trümmergrundstücke, bei denen ein Aufbau wegen zurückgehender Wirtschaft und Bevölkerung nicht lohnenswert ist.

07.09. Nach Gartz führt der Radweg durch ein sehr schönes Naturschutzgebiet. Danach führte der Weg durch ein leicht welliges Land durch eine "Kultursteppe" mit abgeernteten Getreidefeldern. In Penkun besuchten wir ein Freilichtmuseum, wir waren enttäuscht davon. Interessanter finden wir die 1000-jährige Eiche bei Löcknitz. Auf der jetzt folgenden Strecke sind die Quartiere selten, man sollte sich rechtzeitig um eins kümmern. Die Angaben im Radführer sind teilweise überholt. Wir fanden in Pampow ein Hotel, in welchem wir die einzigen Gäste waren. Normalerweise hätte das Hotel nicht geöffnet.

08.09. Erst führt der Radweg wieder durch Feldauen, später vor Ueckermünde auch durch Kiefernwälder. Ueckermünde ist ein hübsches Städtchen zum Ansehen. Richtung Anklam führt der Radweg durch ein einmalig schönes Naturschutzgebiet mit vielen flachen Seen. Allerdings muß man sich über Sandwege quälen und auf DDR-Betonplattenwegen die Haltbarkeit des eigenen Drahtesels testen. Es lohnt sich aber allemal. Anklam ist eine pulsierende, größere Stadt. Ein Kontrast zu den kleineren Ortschaften vorher mit wirtschaftlichen Problemen wegen der Grenznähe. Neben verschiedenen Sehenswürdigkeiten sollte man auf jeden Fall das einzigartige Otto-Lilienthal-Museum besuchen. Es ist schon erstaunlich zu sehen, mit welch abenteuerlichen Apparaten die Zeit des Fliegens begonnen hat.

09.09. Heute steht ein Ausflug nach Usedom auf dem Programm. Der Radweg führt über weite Strecken direkt neben der Bundesstraße, nicht schön, aber erträglich. Die Stadt Usedom ist ein kleiner Ort, in der Nebensaison fast verwaist.

10.09. Über Ueckermünde, vorbei an den schönen Binnenseen, geht es Richtung Berlin auf dem Berlin-Usedom-Radweg. Die Strecke verläuft weitestgehend an der Bundesstraße, später auf Nebenstraßen. Hinter Pasewalk wird man allerdings von einem Sand-Schotterradweg etwa 5 km lang überrascht. In Prenzlau finden wir ein Quartier in der sehr schönen Pension "Am Wiesengrund", etwas außerhalb des Zentrums. Das üppige Frühstück reichte jeweils noch zum Mittagessen!

11.09. Nach dem üppigen Frühstück schauten wir uns die wesentlichen Sehenswürdigkeiten von Prenzlau an, Marienkirche, Mittelortturm usw. Danach fuhren wir weiter, heute ohne Gepäck, auf dem Berlin-Usedom-Radweg nach Angermünde. Der Radweg führt i.W. über ruhige Nebenstraßen, hinter Steglitz allerdings ein katastrophaler Waldweg mit Feinsand. Angermünde hat eine historische Altstadt, etwas enttäuschend. Zurück fuhren wir nur bis Warnitz auf normaler Nebenstraße, von dort mit dem Boot bis nach Prenzlau zurück, ein schöner Abschluss unserer Radtour.

12.09. Rückreise mit der Bundesbahn über Berlin, ein anstrengender Tag.

Zusammenfassung: Eine angenehme Flachlandtour durch eine vielfach unberührte Natur. Einige Sehenswürdigkeiten lohnen eine Rast. Quartiere sind preiswert, allerdings nicht immer gut. In manchen Orten wird man mit der Abwanderung der Bevölkerung konfrontiert.

zurück

 

Kartenmaterial:

Veralteter Kartensatz, Radfahren in Deutschland, von Aldi, aber doch noch recht brauchbar.

Radtourenkarte von bikeline: Oder-Neiße-Radweg

zurück